Inklusive Förderung

An der Grundschule Wolperath-Schönau haben wir uns auf den Weg begeben, Unterrichts- und Erziehungsprozesse auf der Basis des Index für Inklusion zu hinterfragen, umzugestalten und immer wieder auch neu zu denken.

Das stetig weiterentwickelte Konzept der individuellen Förderung soll allen Kindern in unserer heterogenen Schulgemeinschaft gerecht werden. Die individuelle Förderung in der Gestaltung von Vielfalt in Unterricht und Schulleben orientiert sich an den Unterschiedlichkeiten und Besonderheiten in den individuellen Stärken, Begabungen, Lernwegen, Lernausgangslagen sowie Entwicklungsbeeinträchtigungen und Lernschwierigkeiten mit dem Ziel, dass alle Kinder selbstwirksam lernen, ihre Potenziale entfalten und ihre Lernentwicklung gestalten. Entsprechend verstehen sich die individuelle und die sonderpädagogische Förderung als Komponenten eines ineinandergreifenden, eng verzahnten Systems, um jedes Kind in seinen Kompetenzen zu stärken und es in seiner Entwicklung zu unterstützen.

Durch unseren Leitgedanken „gemeinsam in Vielfalt“ fokussiert der Unterricht in allen Klassen auf der einen Seite individualisierte, auf der anderen Seite gemeinschaftliche Herangehensweisen, was sich im Schulprogramm in der Beschreibung der Unterrichtsformen widerspiegelt. In unseren Klassen lernen Kinder zielgleich und zieldifferent in einer Lerngruppe entsprechend den jeweils anzuwendenden Rahmenvorgaben und Lehrplänen. Das demzufolge erforderliche Eingehen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse, Lernstile und Lerngeschwindigkeiten der Kinder erfordert ein hohes Maß an Differenzierung von Anfang an, sie beginnt bereits in der Flexiblen Eingangsstufe. Ein Ziel ist es, dass alle Kinder in allen Unterrichtsbereichen auf unterschiedlichen Niveaustufen von- und miteinander lernen. Unterrichtsformen, die gleichzeitig fordern und fördern, sind beispielsweise die Arbeit nach Tages- oder Wochenplan, die Arbeit an Stationen, projektorientierter Unterricht, ein wöchentlicher klassenübergreifend organisierter Werkstatttag, gemeinsamer Wochenbeginn und -abschluss, Gesprächskreise, Schülerkonferenzen sowie Partner- und Helfersysteme. Somit bleibt die Ausgewogenheit zwischen individuellem Lernen und dem Lernen in einer Gemeinschaft erhalten.

Individuelle Lernstandsbegleitung ist zentraler Bestandteil unserer schulischen Förderung. Das für unsere Schule entwickelte  Lerntagebuch  wird ab dem zweiten Schuljahr eingesetzt. Hierin dokumentieren und bewerten die Schülerinnen und Schüler wöchentlich ihre geleistete curriculare Arbeit und weitere wichtige Lernerfahrungen. Darüber hinaus bietet ein differenziertes Lerntagebuch die Möglichkeit, mit den Kindern besprochene und/oder erarbeitete Wochenziele durch eine tägliche Selbst- und Fremdeinschätzung sowie eine wöchentliche Reflexion transparent und kontinuierlich zu verfolgen.

Der Leistungsnachweis und die Feststellung der Leistungsentwicklung geschehen mit Hilfe eines  Portfolio. Wir unterscheiden ein von den Kindern in Zusammenarbeit mit den Eltern geführtes  Lernportfolio  und ein  Portfolio , das durch das Lehrpersonal geführt wird. Die Portfolios bilden die Grundlage für Gespräche mit Schülerinnen und Schülern sowie mit Eltern.

 

Die Schulkonferenz der GGS Wolperath-Schönau hat auf der Basis von § 5 AO-GS beschlossen, dass die Leistungsbewertung bis einschließlich Klasse 3 ohne Noten erfolgt. Das bedeutet für unsere Kinder, dass sie in den ersten drei Schuljahren sowohl in schriftlichen Arbeiten als auch auf den Zeugnissen eine detaillierte Leistungsbeschreibung erhalten, aber keine Ziffernnoten. Die Ziffernnoten werden nur in Klasse 4 erteilt.

 

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