Teamentwicklung

Präsenzmodell und TeamstrukturTeamstruktur

Das Kollegium der Schule trägt den veränderten Rahmenbedingungen Rechnung und verpflichtet sich auf der Grundlage einer freiwilligen Vereinbarung zur täglichen Präsenz in der Schule bis 16.00 Uhr. Diese gemeinsame Arbeitszeit wird im Rahmen eines Besprechungssystems konstruktiv genutzt und stellt damit die unverzichtbare Basis für das abgestimmte pädagogische Arbeiten an unserer Schule dar.

Kooperative Planung und Entwicklung

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule ver­stehen sich als Schulteam. Entsprechend findet ein en­ger Austausch zwischen den einzelnen Abteilungen mit festen Terminen statt; gemeinsame Feste und Feiern ge­hören zum ritualisierten Ablauf des Schuljahres.

Zu den wesentlichen Bereichen des Schullebens und der Erziehungskultur haben wir uns auf gemeinsame, von allen getragenen Regeln und Rituale verständigt. Dies betrifft die Themengebiete Beratung und Förder­planung, Unterrichtsplanung, Verantwortlichkeiten im Schulteam, Lernstandserhebungen und Diagnostik, Miteinander im Schulteam, Projekte und Feste, Zeiten im Schulteam, Dokumentation und Kommunikation, allgemeine Regeln und Rituale Schulgemeinschaft sowie Gesprächsangebote und Regeln zum Umgang mit Kon­flikten.

In einem inklusiven System ist ein wesentliches Kriteri­um für die Weiterentwicklung die kontinuierliche Fort-und Weiterbildung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbei­ter, die über regelmäßige externe Fortbildungen hinaus auch durch die gegenseitige Qualifizierung im Schulteam geschieht. Ziel ist es, im Team vorhandenes Wissen für alle nutzbar zu machen, um damit Barrieren und Hin­dernisse für die Teilhabe aller Kinder zu überwinden.

Wir nutzen in unserer Schule in der Kooperation von Lehrkräften der allgemeinen Schule und Lehrkräften für Sonderpädagogik sowie Lernbegleitern und weiteren Fachkräften sämtliche Möglichkeiten des Co-Teachings. Alle Formen des Co-Teachings sind wichtige Elemen­te des Unterrichts. Die Auswahl der jeweiligen Form erfolgt in der kooperativen Unterrichtsplanung in Ab­hängigkeit von den Faktoren Thema des Unterricht, Me­thoden, Förderplanung, Rückmeldebedarf, verfügbare Räumlichkeiten und vorhandenes Personal.

Wir unterscheiden in unserer Arbeit folgende Alternati­ven der Kooperation im Unterricht:

  • Lehrer/in und Beobachter/in (one teach, one obser­ve)
Während eine Lehrkraft unterrichtet, beobachtet eine andere Lehrkraft. Die Aufgabe der Beobachtung kann dabei sowohl von der sonderpädagogischen als auch von der Grundschullehrkraft übernommen werden. So können beide Professionen aus der je ei­genen Sicht wertvolle Erkenntnisse gewinnen und anschließend im Reflexionsprozess nutzbar machen.
  • Lehrer/in und Helfer/in (one teach, one assist)

Die Unterrichtsverantwortung liegt bei einer Lehr­kraft, während eine weitere Person die Kinder ge­zielt unterstützt. Die Helferfunktion kann von z. B. Lehrkräften, Lernbegleitern, FSJlern, Inklusions­fachkraft übernommen werden.

  • Stationsunterricht (station teaching)

Die Lerninhalte werden auf Stationen verteilt, wäh­rend die Kinder rotieren. Zwei Stationen werden von Lehrkräften oder anderen Fachkräften betreut.

  • Parallelunterricht (parallel teaching)

Zwei Lehrkräfte unterrichten parallel die in zwei Kleingruppen aufgeteilte Klasse. Dabei werden teil­weise auch unterschiedliche Räume genutzt.

  • Niveaudifferenzierter Unterricht (alternative teaching)

Während eine Lehrkraft die große Gruppe unter­richtet, bietet eine weitere Lehrkraft oder Fachkraft ein leistungsdifferenziertes Angebot für eine kleine­re Gruppe an.

  • gemeinsamer Unterricht (Team Teaching)

Beide Lehrkräfte unterrichten die Klasse gemein­sam zur gleichen Zeit. Nach vorheriger Planung und Absprache führen beide Lehrkräfte gleichwertig den Unterricht durch. Ein konkretes Beispiel: Während die eine Lehrkraft das Lehrer-Schüler-Gespräch moderiert, entwickelt die andere Lehrkraft beglei­tend das Tafelbild.

 

Die Vernetzung mit dem Team des Offenen Ganztags ist integrierter Bestandteil kooperativer Arbeit; gemeinsam verantwortete Erziehungs- und Förderplanungen sowie abgestimmtes Arbeiten mit Eltern und außerschulischen Helfersystemen werden durch gemeinsame Präsenz-und Besprechungszeiten erst ermöglicht.

Die Kommunikationsstrukturen in unserem Team werden am besten anhand der nachfolgenden Grafik deutlich. Die Kernbesprechungen sind zeitlich fest ver­einbart, während einzelne Termine nach Bedarf ein­gerichtet werden. Die Besprechungen mit der Schulsozialarbeit und mit der Motopädie werden mit der Einrichtung einer entsprechenden Stelle im SchuljaBesprechungspuzzlehr 2013/14 neu entwickelt.



























GL=Grundschullehrkraft
Sopäd=Lehrkraft für Sonderpädagogik 
OGS=Offener Ganztag 
SL=Schulleitung

 

Das Besprechungssys­tem der Schule ist in einem Wochenplan beschrieben. Es be­inhaltet: Dienstbesprechung/Konferenz – gemeinsame Unterrichtsvor- und -nachbereitung – Curriculumarbeit – Schulprogrammarbeit – Diagnostik – Coaching/Pra­xis-beratung/Förderplanung. An allen Nachmittagen sind wir für die Eltern erreichbar.


Sozialkonzept und Mitarbeitergesundheit

Die in der schulischen Konzeption Grund gelegte frei­willige Verpflichtung des Lehrpersonals zur nachmit­täglichen Arbeitspräsenz in der Schule bedingt eine Ar­beitsumgebung, die die sozialen Belange der Lehrkräfte und Mitarbeiter/innen angemessen berücksichtigt. Entsprechende Vereinbarungen mit der Gemeinde und dem Kindergarten KIWI sind getroffen: Kinder unserer Mitarbeitenden können den benachbarten Kindergarten sowie die Schulen in der Gemeinde besuchen, auch wenn sie nicht in der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid woh­nen.

Kollegiale Beratung, eine angemessene Ausstattung der Mitarbeiterarbeitsplätze, wertschätzender und rück­sichtsvoller Umgang im Schulteam, die Möglichkeit des Schulteamsports sowie die Rhythmisierung des Schul­alltags sind wichtige Beiträge zum Erhalt der Mitarbei­tergesundheit.